This is going to be a travel diary for my (extended) family and friends ... here everybody can catch a glimpse on me and my journey! adeus adeus "boa viagem" eu vou embora "boa viagem" com nosso senhor "boa viagem" e a nossa senhora "boa viagem"

Thursday, January 04, 2007

Pelourinho die Zweit und der Weg durch Carmo und nach Santo Antonio

Ai galera, tudo certo?

So ruft es freudig durch die kleinen Gässchen, wenn sich die Brasilianer sich gegenseitig begrüssen, während sie in den kleinen Strassenkneipen sitzen oder auf dem Weg sind irgendetwas zu tun. Die Brasilianer sind nämlich meistens beschäftigt und wenn es nur ist, dass sie ihre Gesprächspartner dadurch zu überzeugen versuchen, dass sie einfach lauter sprechen. Im Ernst ich habe noch nie Menschen kennengelernt, die so viel arbeiten, aber dabei leider komplett ineffizent sind und auch unorganisiert! Dafür nehmen sie ihre oft doch sehr unglückliche Lebenssituation mit viel Lebensmut und Fröhlichkeit - da könnte sich die "Heimat des Meckerns, Deutschland" mal was abschauen!

So hier ist ein Kollektion von Baumsamen, die zu den ganzen Ketten verarbeitet werden, die man vor allem hier in Pelourinho, alle fünf Meter angeboten bekommt.
Also das ist dann coco de dendê, olho de boi, olho de cabra, olho de pomba, pau brasil, ... ich habe mir das mal von einem Künstler in seinem kleinen Shop erklären lassen, aber leider wieder über die Hälfte der Namen vergessen.



Geht man dann nachts weiter durch die Strassen, dann muss man alles in seinen Hosentaschen etwas fester halten, da kleine Kinderhände schon mal im Vorbeigehen unschuldig hineingreifen... aber ansonsten sieht man auch die Touristenströmen wie sie in die unzähligen Bars uns Livemusikstätten fliessen. Ich habe mir dann selber mal ein enseio von Oludum angeschaut! Oludum fand ich lustig und auch der "Unterricht" dafür, wo die Brasilianer alle Lieder für den Karneval begebracht bekommen und alle Tanzschritte, aber auf die Dauer ist es dann doch langweilig immer wieder die gleichen Lieder zu hören... ich verstehe jetzt aber warum jeder einzelne Brasilianer ungefähr 200 Lieder auswendig oder besser 2000!!



Ich persönlich habe aber in dem Stadtviertel Santo Antonio, einen viel schöneren Bereich als Pelourinho gefunden! Dort gibt es viele kleine enge Strassen, die aber sehr ruhig sind und noch vollkommen friedlich vom Tourismus, dessen Trubel tobt nur knapp 500 Meter weiter.



hier sieht man nich viele kleine Häuser, romantisch verfallen oder gerade frisch renoviert: Alles im portugiesischen Kolonialstil:



Ab und zu arbeitet dann auch noch das gute alte Handwerk, hier in Personifizierung eiens Schusters, am Fenster...



Eine der Attraktionen des portugiesischen Baustils sind die azujelos, die blauen Kacheln! Die Dekoration der unzähligen Kirchen und auch der geschmückteren Häuser sind. Hier kommt natürlich ein Motiv, das mir am meisten Spass gemacht hat: Capoeira



und die Capoeira bestimmt auch meine nächsten Tage und Wochen. Ich bin an diesem Wochenende (06./07.01.) von Salvador mit dem Bus (knapp 27 Stunden insgesamt) nach Belo Horizonte gefahren und werde jetzt gleich nach Sete Lagoas fahren, um zwei 1/2 Wochen bei Contramestre Esquilo oder Bruno zu trainiern. Also viel Spass und viel Muskelkater und viele blaue Flecken und viele neue Erfahrungen.

Also noch eine kleine Meldung aus dem Candomblé: dieses Jahr ist EXU geweiht, der auch mein persönlicher Schutzgoot aus dem afrobrasilianischen Synkretismus ist. Also die Farben dieses Jahres sind schwarz und rot und es ist alles möglich! Exu ist der Bote der Götter für die Menschen, der von den christlichen Missionaren als Teufel identifiziert worden ist, da er bei allem behilflich sein kann: er kann jedes Gute bewirken, aber auch bei persönlichen Rachen behilflich sein. In den Mythen heisst es immer, dass Exu am Ende tanzte, sang und lachte, wenn er seinen Willen durchgesetzt hatte, ob zum guten oder schlechten der Menschen.

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