A little guide to Curitiba
Angeregt durch den spannenden Blog und die Geschichten, die mir teilweise sehr vertraut vorkamen, meines Mitbewohners Christopher, der nicht nur in Berlin mein Zimmernachbar und Mitbewohner ist, sondern auch gerade Südamerika, speziell in Lima, Peru, weilt, folgt hier mein alltägliches Leben:
Curitiba ist nicht wirklich Brasilien; erstmal vorne weg. Das sind die Worte der Brazilianer, die nicht aus Curitiba sind, und die Curitibaner gestehen ein, dass es hier zumindest anders ist. Die Stadt auf knapp 1000 Metern Höhe hat jeden Tag alle vier Jahreszeiten: morgens Frühling, frisch (10°C) und diesig, mittags dann Sommer, strahlend blauer Himmel und um die 30°C, nachmittags folgt der Herbst mit dicken Wolken und schwülen stickigen um die 20°C und nachts wird es dann Winter mit Regen und unter 10°C... leider gibt es auch viele Tage, an denen die Sonne und das warme Wetter ausgelassen werden und es einfach nur regnet!

Morgens schleiche ich mich entweder vor sieben aus dem Haus, um zur Schweizer Schule zu "reisen" oder ich geselle mich etwas später auf der Uhr an den Frühstückstisch mit Angela, wo ich dann immer wieder aufs neue meine Tasse Zucker mit ein paar Kaffeetropfen serviert bekomme. Alle meine Protestversuche verklangen ungehört und die Erklärungen, dass der Kaffe zu süss wäre, führten nur zu Unverständnis und dann doch zu der Nachfrage, ob ich es etwa anders herum gemeint hätte und mehr Zucker wollte. Naja man kann sich ja an alles gewöhnen: meine Taktik ist viel Milch, ganz wenig Kaffee und mich so höflich aus der Affäre ziehen.
Danach geht es dann in das brasilianische Strassenleben, dass von unglaublich lauten Auspuffen und noch lauteren Stereoanlagen dominiert wird. Alle Strassen hier sind auch noch mehrspurige Einbahnstrassen bis auf ein paar Ausnahmen, was zu hohen Geschwindigkeiten, wahllosem Abbiegen ohne Blinken und hohen Konzentrationsanforderungen auf Seiten der Fussgänger führt. Die Bürgersteige sind SO uneben, dass ich auch beim ständigen "Aufdenbodenstarren" mindestens alle zehn Meter stolpere. Also ungefähr fünfmal jeden Morgen auf dem Weg zur Bushaltestelle, wo ich dann nicht vergessen darf den Bus frenetisch zu mir heranzuwinken, da dieser mich sonst eiskalt stehen lässt. Man muss den Busfahrern aber sehr zur Gute halten, dass sie einen auch gerne mal abseits der Bushaltestellen aussteigen lassen, wenn man sie nett fragt!
Meine Praktika gestalten sich sehr unterschiedlich. Im Goethe-Institut sitze ich meistens vor dem Computer, um irgendwelche Recherche- oder Schreibarbeiten zu leisten, während ich in der Schweizer Schule, einer recht teuren Privatschule, mit der reichen Schickaria Curitibas konfrontiert bin. Die Eltern bezahlen knapp an die 500 Euro pro Monat und die Kinder behandeln die Lehrer teilweise schlimmer als Dienstboten. Manchmal kann ich verstehen, warum es in Brasilien erlaubt ist seine Kinder zu schlagen, um sie zu erziehen... sowas wie hier teilweise habe ich nicht einmal an der Gesamtschule in Berlin-Kreuzberg erlebt!
Nachdem ich ja morgens meine Monatsdosis Zucker hatte, überlebe ich den restlichen Tag mit Reis, Bohnen und FLEISCH! An sich ist das brasilianische Essen echt ganz lecker, simpel aber schmackhaft, schlimm ist aber die Amerikanisiserung der Gesellschaft. Überall Fastfood und Burger und frittiertes Zeug und ZUCKER! Die haben so leckere Früchte hier und trotzdem zuckern die jeden Saft... buaaaaah! Aber die frischen Früchte sind super! Vor allem kenne ich nur ungefähr von der Hälfte, was es hier so im Angebot gibt, den Namen.
Was man Curitiba wohl sehr anrechnen muss, ist, dass ich mich hier absolut sicher fühle. Hier werden zwar auch ständig die Geschichten von Überfällen erzählt und ein Brasilianer würde nach Anbruch der Dunkelheit das Haus nicht mehr ohne sein Auto verlassen, aber ich fühle mich auch spät abends noch recht sicher. Augen offen halten muss man überall - mich erschreckt eher die Manie, die die Brasilianer im Bezug auf Sicherheit haben. Wo man nur hinsieht: Metallgatter, meterhohe Zäune, Glasscherben in die Mauern eingelassen, Stacheldraht, riesige Hunde und bullige private Sicherheitskräfte... GRUSELIG!


Alright some words about my normal life here: First of all Curitiba, where I am staying at the moment is not "normal" Brazil, because it is quite cold. The weather is at least changing three times a day! And most of the time from the little sun we have to rain! In this town it is raining more than in my hometown and that is the most rainy town of Germany...
Therefore most of my days are starting with grey sky and me sneaking out of the house, because at seven o´clock in the morning the rest of the house is sleeping. On the days I can sleep a little bit longer, because I don´t have school, but I am working in the Goethe institute, Angela, my host, is greating me in the morning with a cup full of sugar, which is solved in a little bit coffee: horrible I think I am drinking every morning the amount of sugar I am used to consume normally in one month... and in the afternoon and in the night there is more sugarcoffee waiting for me! I tried at the beginning to protest, but I achivied nothing - the problem is that the Brazilians don´t understand that something could be too sweet...
The rest of the day I will be feed with a diet of beens, rise and MEAT - lots of MEAT!! But the very good things here are the fruits: There are so many very fresh fruits and of a lot I don´t even knoiw the name - that is really wonderfull! I love it!
Apart from the alimentation I am trying to survive in the Brazilian traffic - here is the stright rule survival of the biggest and cars are definitely bigger than humankind - therefore as a pedestrian: I have to observe, wait for the right moment and sprint across the streets! My daily working life is not very interesting: In the Goethe Institute I am sitting most of the time in front of the computer and making some research and writing work and in the swiss school I am giving from time to time a class or observing the other teacher teaching: highlights are tomorrow a seminar I will give for 20 unistudents in the institute about new german history and in the middle of december one week of project, historz in the cinema. I am really looking forward to that.
Security is a big point in Brazil: I am myself feeling quite save and I am walking aswell in the night sometimes alone in the streets, but I think it is important to have an eye open! But the Brazilians are opsessed with security! everywhere you look, you can see big dogs on the poarch, huge fences with razor sharp wire and armies of private security.... that is giving me the creeps!

0 Comments:
Post a Comment
<< Home