Abschied von Curitiba
Nun ist es schon ein paar Tage her, aber es war geschafft... an einem Freitag war die Arbeit vorbei und ich konnte frei wie ein Vogel in die Welt Brasiliens
hinausfliegen...
Inzwischen habe ich mir auch ein paar ganz ansehnliche Fusseln unter dem Kinn wachsen lassen... eiun weiteres haariges Experiment! Aber etwas enttäuschend: jetzt lasse ich die schon seit über zwei Monaten wachsen und jeder dreizehnjährige in Kreuzberg und Neukölln würde mich trotzdem noch auslachen! Naja sobald Anne in Brasilien ist werde ich mich eh wieder zivilisieren! Aber der Schnurrbart zwirbelt sich immerhin an den seitlichen Spitzen: meine preussische Vergangenheit holt mich halt ein...

Lange hatte ich ja nicht daran geglaubt, dass diese Zeit in diesem Regenloch irgendwie vorangehen würde, aber am Ende war die Zeit dann ganz schnell vorbei und ich musste sogar einige Verbindungen bei mir feststellen, die ich zu dieser Satdt und ihren Einwohnern geschlossen hatten! Es hatte ein gutes Ende genommen: Mein Praktikum am Goethe Institut klang relativ sanft aus, mein Workshop an der Schweizer Schuke zum Thema Film und Geschichte war ein voller Erfolg und ich habe doch tatsächlich auf Portugiesisch unterrichtet (zwar oft zum Amüsement der Schüler, aber wir konnten uns alle verständigen)und die letzten Tage kam dann sogar die Sonne heraus. Auch habe ich in Joao Paulo einen neuen Freund gefunden, der eine tolle Quelle über Brasilien und vor allem seine Geschichte, seine Musik und seine afrobrasilianische Kultur gewesen ist!
ein interessantes Erlebnis war auch die Formatura der Schweizer Schule - so eine Art Abiball; alles ist nur noch viel pompöser und ich musste mich der Frage des Dresscodes stellen... ich habe das Problem mit weissem Langarmshirt, alten Turnschuhen und einem drei Nummern zu grossen jaket von João Paulo gelöst... der Mann hatte mal erheblich beleibtere Tag!
Das Resultat war ne Mischung aus Landstreicher (Lampião) und armen Studenten...

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