This is going to be a travel diary for my (extended) family and friends ... here everybody can catch a glimpse on me and my journey! adeus adeus "boa viagem" eu vou embora "boa viagem" com nosso senhor "boa viagem" e a nossa senhora "boa viagem"

Monday, February 12, 2007

Ouro Preto und die Republicas

So nachdem ich aus Sete Lagoas aufgebrochen bin, habe ich noch einen kleinen Zwischenstopp in Ouro preto eingelegt. Einer der legendaeren und alten Goldgraeberstaetde Brasiliens. Unten kriecht gerade der Morgennebel oder besser die Wolken durch die Taeler und huellen die alten kleinen Haeuser und Gassen in nassen Dunst.
Hier hat der mythische Chico Rei, ein afrikanischer Sklave im 17. Jahrhundert, einen inmensen Goldschatz gefunden und konnte sich und zahllose andere Sklaven freikaufen und stiftete sogar die erste rein schwarze Kirche Brasiliens.

Die Stadt erkundete ich zusammen mit Miltinho und seinem Busenfreund, dessen Namen ich zu meiner Schande vergessen habe. Miltinhos Bruder hatte in Ouro Preto studiert, so dass er sich bestens auskannte und mir zu jeder Ecke der Stadt eine Raeuberpistole erzaehlen konnte. Miltinho ist uebrigens rechts vorne im Bild. Im Hintergrund ist die Praca da Prefeirura zu sehen.

So und der eigentlichs clue war, dass Miltinho uns in der alten republica seines Bruders unterbrachte. Republicas sind vom Staat bezahlte traditionelle WGs. Es leben meistens 12 Studenten entweder gesmischt oder nach Maennlein und Weiblein getrennt in einem kleinen Reihenhaus, fuer das sie dann nur Strom und Wasser bezahlen muessen. Um diese republicas rangen sich dann aber auch viele Mythen und Traditionen. Jeder Neuling muss eine Probezeit von sechs Monaten ueberstehen, nach denen entschieden wird ob er bleiben kann. Dieser neuling ist in diesen sechs Monaten nur das bicho (zu dt. Vieh); Er muss alles tun, was ihm gesagt wird, er darf sich mit niemanden streiten und soweiter - ein wenig wie unsere Burschschaften, nur ohne konservative Wertvorstellungen.

Hier ist Milton mit dem bicho der republica Bastille am Kochen. Bemerkenswert ist der Haarschnitt des armen jungen Mannes - er muss so oder nach Lust und Laune der elf festen Mitbewohner auch anders die naechsten sechs Monaten herumlaufen.

0 Comments:

Post a Comment

<< Home